das prämenstruell dysphorische Syndrom (PMDS)

auf welchen Zellen im Körper befinden sich Rezeptoren für Östrogen? Auf allen! Das erklärt auch den Einfluss der Hormone auf die Stimmung, das Gemüt, Appetit, Wasserhaushalt, Schlaf, Darmtätigkeit, Hautbeschaffenheit und vieles viels mehr.

Vor der Periode tun sie das gelegentlich auf nicht angenehme Weise. Mehr als 200 körperliche, seelische und psychologische Symptome werden dem prämenstruellen Syndrom zugerechnet. Mit dem Einsetzen der Regel verschwinden diese wieder. Dieser Umstand weist auf die Hormonabhängigkeit hin.

Warum leiden dann aber so viele Frauen daran, obwohl der Zyklus regelmäßig ist und alle Hormone im Normbereich liegen? Für die Wirkung der Hormone ist die Empfindlichkeit der Rezeptoren auf den jeweiligen Zellen und das Zusammenspiel zwischen Hormonen und Botenstoffen des Nervensystems verantwortlich. Die Schlüsselsubstanz ist dabei der Botenstoff Serotonin.

Ursache des PMS ist also eine Fehlregulation von Botenstoffen (Serotonin) des zentralen Nervensystems auf die normalen hormonellen Schwankungen der Eierstöcke im Laufe des Zyklus. Seit ich diese komplexen Zusammenhänge auf dem Jahrestreffen des American College of OBGYN in San Franzisko 1998 das erste Mal gehört habe, habe ich realisiert, wieviele frauen an PMS leiden und konnte ich vielen Frauen mit großem Leidensdruck endlich helfen:

Die Medikamentengruppe SSRI (Serotonin -Wiederaufnahmehemmer) greift direkt in die Informationsübertragung des Gehirns ein und macht sie zu einem hochwirksamen Mittel in der Behandlung des PMS. Da diese Medikamente auch in höheren Dosierungen bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, stößt man so manche Frau mit so einer Therapieempfehlung anfänglich vor den Kopf. Die geringe Nebenwirkungsrate bei hoher Wirksamkeit ist aber überzeugend. 

Alternative Therapiemöglichkeiten sind die Einnahme einer leichten Pille mit dem Wirkstoff Drospirenon im Langzyklus (Einnahme ohne die gewohnte monatliche Pillenpause) um die natürlichen hormonellen Schwankungen der Eierstöcke zu unterbinden und natürlich die Änderung des Lebensstils. Viel körperliche Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, die ihnen vor allem wichtige Nährstoffe zuführt, die der Körper zum Bau des Serotonins benötigt,  wenig Alkohol und Koffein und NICHT Rauchen gehören auf jeden Fall zur Basistherapie.

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