der humane Papilloma Virus
Die Ursache für den Gebärmutterhalskrebs ist eine langjährige Infektion mit dem humanen Papilloma Virus. 2009 wurde für diese Entdeckung der Medizin Nobelpreis verliehen.
Kurz und Bündig:
- Humane Papillomviren (HPV) sind die häufigsten Viren, die sexuell übertragen werden.
- Etwa 80 Prozent der sexuell aktiven Männer und Frauen stecken sich im Laufe ihre Lebens mit HPVan.
- Die Infektion mit HPV wird nicht bemerkt, da sie keine Beschwerden hervorruft.- Bei 97% ist der Virus dank des Immunsystems innerhalb von 6 bis 18 Monten nicht mehr nachweisbar.
- Sexuell aktive und junge Menschen unter 30 Jahren infizieren sich am häufigsten. Mit steigendem Alter sinkt die Infektionsrate.
- Kondome bieten keinen sicheren Schutz vor einer Infektion.
- In wenigen Fällen bleibt die Infektion länger bestehen (persistierdende Infektion) und kann im Falle von HPV-Hochrisiko-Typen über Zellveränderungen (Dysplasien, CIN) schrittweise zu Gebärmutterhalskrebs führen
- Zwischen der Infektion und der Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs liegen meistens Jahre bis Jahrzehnte. Deshalb stehen die Chancen sehr gut, Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen.
Das Wissen über eine HPV Infektion, die seit Jahren besteht führt zu einer signifikanten Verbesserung der Erkennungsrate von Krebsvorstufen. Ab einem Alter von 30 Jahren sollte daher jede Frau, die in einer festen Beziehung lebt einen HPV Test durchführen lassen. Das ist heute medizinscher Standard!! Die Untersuchung wird zwar nicht von der sozialen Krankenvericherung übernommen, ist aber eine etxrem wertvolle Ergänzung des Gebärmutterhals Screenings:
Die Kenntnis über eine anhaltende (persistierende infektion) mit dem HP Virus erhöht die Krebsvorstufenerkennung auf 95% gegenüber dem bloßen Krebsabstrich, dessen Entdeckungsrate bei 70-80% liegt. http://www.hpv-test.de
Die Stämme des Virus, die zu Genitalwarzen führen können zwar nie Krebs verursachen, führen aber zu einem extrem hohen Leidensruck, da sich die Warzen oft über das gesamte äußere Genitale bis zum After hin ausbreiten und als extrem abstoßend empfunden werden. Therapeutisch kann man die Warzen chirurgisch entfernen, aber leider entfernt man damit nicht den Virus und Rezive sind daher sehr häufig. Der Immunmodulator Imiquimod führt häufig zu einer Abheilung und zur Immunität gegen diese Stämme. Seit 2010 ist auch Polyphenon E Salbe in Österreich zugelassen. Sie wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Zudem hemmt der Wirkstoff die Viren in ihrer Vermehrung und stimuliert das Immunsystem.
Um jungen Frauen diesen Leidensdruck durch Genitalwarzen erst gar nicht zuzumuten und sie vor den wichtigsten Stämmen, die Krebs auslösen können zu schützen, empfehlen wir entsprechnd den internationalen Impfempfehehlungen und den persönlichen Erfahrungen mit Betroffenen die HPV Impfung möglichst vor dem ersten Sexualkontakt:
deutscher Krebsinformationsdienst
deutsches grünes Kreuz
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