Bevor sie die Empfängnisverhütung absetzen und eine Schwangerschaft anstreben, empfehle ich ihnen zu einem Beratungsgespräch in meine Praxis zu kommen. In diesem Gespräch wird auf folgende Punkte eingegangen:

  • Gibt es eine Grunderkrankung, die Einfluss auf die Schwangerschaft nehmen kann (Zuckerkrankheit, Autoimmunerkrankungen, Übergewicht, etc.)
  • Ernährung
    Eine Ernährung reich an Vitaminen und Mineralstoffen beugt kindlichen Fehlbildungen vor. So konnte z.B. bewiesen werden, dass die ausreichende Zufuhr von Folsäure, einem Vitamin, das Risiko eines Neuralrohrdefektes (sogenannter offener Rücken) beim Kind reduziert. Folsäure befindet sich vor allem in grünem Blatt- und Kohlgemüse. Wir empfehlen vier Wochen vor der angestrebten Schwangerschaft mit einem Multi-Vitaminpräparat das mindestens 0,4 mg Folsäure pro Tag enthält zu beginnen. Neue Studien konnten zeigen, dass bei den Kindern, die von Frauen geboren wurden, die ein solches Präparat einnahmen auch seltener Missbildungen am Herzen und Urogenitaltrakt auftraten.
  • Bei der gynäkologischen Untersuchung und vaginalen Ultraschalluntersuchung wird geklärt ob ein unauffälliger gynäkologischer Befund und eine gute Beckenbodenfuntion vorliegt
  • Bei einer Blutprobe kann festgestellt werden, gegen welche gefährliche Infektionserkrankungen bereits ein Immunschutz besteht und ob ein ausreichender Impfschutz (Impfpass mitnehmen!) besteht.
  • In einer ausführlichen Anamnese und Familienanamnese kann herausgefunden werden, ob ein eventuell erhöhtes Risiko für eine Erkrankung in der Schwangerschaft besteht.

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