Gestosen (Schwangerschaftserkrankungen)

 Als Gestosen werden Schwangerschaftserkrankungen zusammengefasst, die herkömmlich als "Schwangerschaftsvergiftung" bezeichnet werden. Dazu zählen:

  • fetale Wachstumsstörungen
  • Placentainsuffizienz
  • Gestose
  • Präeklampsie und
  • das HELLP-Syndrom.

Diese Schwangerschaftserkrankungen sind für Mutter und Kind äußerst gefährlich. Denn sie sind die weltweit häufigsten Gründe für die Sterblichkeit und schwere Erkrankungen bei Mutter und Kind. 

Entstehung und Erkennung von Gestosen:
Alle Schwangerschaftserkrankungen entstehen durch eine fehlerhafte Entwicklung des Mutterkuchens, die man frühzeitig diagnostizieren kann, da
-           der Gefäßwiderstand in der Gebärmutterschlagader, der sonografisch im Rahmen des Esrttrimester-
            Screenings gemessen werden kann, erhöht ist
-          Mutterkuchenhormone (PAPP A, freies HCG, etc.) fehlerhaft produziert werden, die im mütterlichen Blut
           gemessen werden können. (mehr Informationen dazu: Measurement of uterine artery PI)

Die Entwicklung des Mutterkuchens kann positiv beeinflusst werden:
-       von Beginn der Schwangerschaft an (am besten schon vorher!) richtig ernähren (siehe
        Schwangerschafts-Info
-        ausreichende Mengen an Mineralwasser trinken (keine Fruchtsäfte, da Zucker die Gestoseneigung
         fördert)
-       nicht rauchen
        viel Sport treiben (bereits beim Absetzen des Verhütungsmittel beginnen) und vor allem während der
        Ausbildung des Mutterkuchens! (die ersten 12 Schwangerschaftswochen)
-       eiweißreiche Ernährung mit vielen Elektrolyten (vor allem Salz) wie zum Beispiel ein Frühstücksei täglich
        und Gemüsebrühe (ohne Konservierungs –und künstlichen Geschmackstoffe, wie zum Beispiel unter
        www.spiceworld.at oder in guten sortierten Reform bzw. Biohäusern). Denn salzarme Kost fördert die
        Anfälligkeit (Disposition) für Gestose.

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Symptome und Behandlung
Bis heute ist nicht genau bekannt, wie sich diese Gestosen entwickeln. Deshalb kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt nur darauf achten, diese Komplikation nicht zu übersehen, adäquat zu reagieren und rechtzeitig zu entbinden, um Mutter und Kind zu retten. Dabei ist Ihre Ärztin/Ihr Arzt aber auf Ihre Information angewiesen! Sollten Sie also im Verlauf der Schwangerschaft (ca. ab der 25. SSW) plötzlich Schmerzen im Oberbauch oder rasch zunehmende Wassereinlagerungen haben, Kreislaufbeschwerden wie Schwindel, Unwohlsein, Übelkeit auftreten oder – ganz wichtig – sollte Ihr Blutdruck steigen (ideal wären natürlich regelmäßige Selbstmessungen mit handelsüblichen Kleingeräten, erhältlich im Elektrofachhandel für ca. 25 Euro), suchen Sie BITTE gleich meine Praxis auf.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.gestose-frauen.de