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Wahlarztpraxis (für Routineuntersuchungen)

Pränatale Diagnostik bzw. fetal programming in Salzburg bei Dr. Moosburger


„Wird mein Baby gesund auf die Welt kommen?“
Eine Frage, die sich alle schwangeren Frauen stellen und eine Frage, die ich natürlich auch oft in meiner Praxis höre. Meine Antwort auf diese Frage lautet: „Gesundheit entsteht im Mutterleib!“ Viele Bücher und Schwangerschaftsratgeber vermitteln werdenden Müttern vor allem Unsicherheit und Angst. Frauen fragen sich daher: „Was darf ich nicht essen, worauf sollte ich verzichten, was könnte meinem Baby schaden?“ Dabei wäre folgende Frage wichtig: "Was braucht mein Baby von mir in dieser besonderen, mysteriösen Zeit von der befruchteten Eizelle bis hin zur Geburt eines Menschen?"

Es stimmt: Ein Baby kann sich nur holen, was da ist. Ein neuer Organismus entsteht nun einmal ausschließlich aus den Baustoffen, die die werdende Mutter über die Ernährung zur Verfügung stellt. Ich verwende dabei gerne den Metapher eines Hauses, das nach dem Plan des Architekten gebaut wird. Verwendet der Bauherr nicht die Materialien, die der Architekt vorgesehen hat, wird das Haus zwar gleich ausschauen, aber durch die schlechtere Bausubstanz werden im Laufe der Jahre Probleme auftauchen. Ein neuer Mensch wird biolgisch gesehen nach einem Architektenplan (den Genen) gebaut mit den Materialien, die die werdende Mama zum Kind transportiert. De facto ist es wichtig, dass sich schwangere Frauen gesund und ausgewogen ernähren und auf manches (zB Alkohol, Zigaretten) muss auch tatsächlich verzichtet werden. Allerdings nicht erst wenn das Baby bereits im Bauch wohnt, sondern bestenfalls schon in der Zeit davor! Denn der Hauptteil aller Erkrankungen ist auf das erste Lebensjahr zurückzuführen und das bedeutet, dass der Aufenthalt im Bauch bzw. die Versorgung durch Mama Babys Schlüssel zu einem gesunden Leben ist.

 Leider macht die Natur - wenn auch sehr selten - Fehler. Da in vielen Fällen medizinisch geholfen werden kann, ist eine zeitgemäße Vorsorge wichtig und zwar auch für jene Fälle, in denen dem Baby nicht geholfen werden kann. Denn auch oder gerade dann brauchen Sie ein Netzwerk, das Sie in solchen Krisensituationen kompetent und individuell begleitet und betreut, was mir und meinem Team ein wichtiges Anliegen ist.

Fragen über Fragen ...

Was können Sie nun aber selbst dazu beitragen, dass ihr Baby gesund auf die Welt kommt und ein gesundes Leben vor sich hat? Wie entsteht eine Zelle, die ein ganzes Menschenleben lang gesund funktionieren soll? Wie wird das Fundament für gesunde Organe und ihre Funktionen gebaut? Wie können Allergien verhindert werden? Spürt ein Baby, wenn die werdende Mama finanzielle Sorgen, Streit mit dem Partner oder gesundheitliche Probleme hat? Alles kann an dieser Stelle vermutlich nicht beantwortet werden, aber wir wollen ein paar Punkte genauer unter die Lupe nehmen.

Forschung und Fortschritt

Forscher sind bei der Frage nach Ursprüngen von Gesundheit und Krankheit zu der Erkenntnis gekommen, dass diese tatsächlich im Mutterleib entstehen. Denn im Mutterleib entscheidet sich, wie funktionsfähig der Körper und unser individuelles Fundament von Gesundheit, Psyche und Intelligenz sein wird. Jede Art von Stress hat Einfluss - egal, ob durch Ernährung, Infektionen, Medikamente oder psychisch.

Die ersten neun Monate entscheiden über also über Schicksal unserer Kinder. Die Prägung in der Fetalzeit ist also genauso wichtig wie die Gene und der spätere Lebensstil. Und auch wenn das ganze Leben eine Entdeckungsreise ist, so spricht vieles dafür, dass wir den spannendsten Teil schon hinter uns haben, wenn wir auf die Welt kommen. Denn die mütterliche Ernährung entscheidet die Gesundheit des neuen Erdenbürgers. Das gilt auch für die Seele: Die Startlinie für die psychische Entwicklung verschiebt sich bis weit vor die Geburt, denn die physische und psychische Gesundheit werden im Mutterleib festgelegt. Seit der britische Arzt David Barker vor mehr als 20 Jahren die ersten Hinweise auf den Zusammenhang von Geburtsgewicht und späteren Herzkrankheiten entdeckte, hat die sogenannte pränatale Programmierung – das fetal programming – mehr und mehr Forscher in ihren Bann gezogen.

Mittlerweile forschen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen mit modernen Methoden nach Erkenntnissen über ihren Forschungsgegenstand: Immunologen, Stoffwechselexperten, Psychologen, Allergieforscher und Reproduktionsmediziner - sie alle hoffen, dass sich im rötlichen Dämmerlicht des Uterus Antworten auf die großen Fragen der Medizin verbergen. Wie wird das ICH geboren, wie wird ein Mensch zu dem, der er ist? Wie entstehen bestimmte Krankheiten und noch wichtiger: Wie lassen sie sich vermeiden?
Längst ist unumstritten, dass pränatale Einflüsse lebenslang Spuren hinterlassen, nun geht es darum, jene molekularen Mechanismen zu entschlüsseln, die dafür verantwortlich sind. Einflüsse im Mutterleib prägen sogar das Erbgut des Ungeborenen - die junge Disziplin der Epigenetik (Erforschung der Beeinflussung der Gene durch die Umwelt) etwa steuert wichtige Erklärungen für das Phänomen der pränatalen Programmierung bei. Was die Wissenschaftler bisher herausgefunden haben, ist beeindruckend: So können sie inzwischen den pränatalen Ursprung vieler physischer und psychischer Erkrankungen im späteren Leben eines Menschen beweisen. Vor allem sind die Wissenschaftler derzeit den Problemen Übergewicht und Stoffwechselstörungen verbunden mit Zucker auf der Spur.

Welchen Einfluss hat Ernährung

Nun ja, ich behaupte gerne ein bisschen provokant: Ein Baby ist der perfekte „Anlass“, sein Leben umzukrempeln bzw. die Ernährung umzustellen! Dennoch verwundert mich, dass Frauen immer fragen, was sie NICHT essen dürfen, anstatt sich zu fragen, was sie essen SOLLEN. Denn Fakt ist: Eine Ernährung, die nicht den Bedürfnissen des Babys angepasst ist, legt Kindern Übergewicht und Diabetes gleichsam in die Wiege. Solch starke Einflüsse des mütterlichen Lebenswandels auf das werdende Leben waren bis zur Erfindung des Ultraschalls unvorstellbar - galt doch der Mutterleib als eine Art Brutkasten, in dessen schützender Wärme der neue Mensch nur aus seinem Larvenstadium herauszuwachsen brauchte und zwar nach einem festgelegten Bauplan. Dass sich einige äußere Einflüsse  verheerend auswirken können ist heute jeder werdenden Mutter bekannt: Bestimmte Infektionen, Drogen und Medikamente behindern die fetale Entwicklung. Mikroorganismen wie Toxoplasmen oder Listerien können Hirn, Leber und Lunge des Babys angreifen, Röteln- oder Cytomegalie-Viren schädigen das Nervensystem. Wer raucht, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Fehl- oder Frühgeburt und bringt eher ein untergewichtiges Baby zur Welt, Trinkerinnen riskieren ein sogenanntes fetales Alkoholsyndrom mit lebenslangen Folgen für das Kind.

Daher werden Schwanger vielerorts direkt nach Verkündigung ihrer neuen Umstände von überall mit einer Liste von Gefahren konfrontiert: Rohmilchkäse (Listerien) sei genau wie rohes Fleisch, Nikotin und Alkohol zu vermeiden, ebenso drohe bei Kontakt mit Katzenkot (Toxoplasmen) Gefahr. Doch an Listeriose (einer durch entsprechende Mikroorganismen verursachten, fruchtschädigenden Krankheit) oder Toxoplasmose erkranken heute kaum noch Schwangere. Manche Ärzte und Hebammen raten dennoch zur Abschaffung der Hauskatze oder gar zum Verzicht extrem wichtiger Lebensmittel wie Fisch oder Nüsse. Hier besteht definitiv Fortbildungsbedarf, denn ob ein Mensch gesund oder krank wird, hängt nicht von den genannten Faktoren ab! Es ist die mütterliche Ernährung, die für die richtigen Baustoffe sorgt und damit für die Entwicklung eines durch und durch gesunden, neuen Lebens. Das Wissen, welchen Einfluss die Ernährung auf das ganze Leben des Kindes hat, motiviert werdende Mütter, diese den Bedürfnissen des heranwachsenden Lebens, anzupassen.

Do´s und Dont´s

Wichtig ist, sich klar zu machen, dass in der Phase, in der ein neuer Körper entsteht, BAUSTOFFE benötigt werden und KAUM BRENNSTOFFE!!! Die geringe Menge an Energie, das Ihr Baby benötigt, holt es sich am liebsten aus den Brennstoffreserven (Fettdepots) der Mutter. Beobachtungen zeigen, dass unter gewissen Umständen die zur Verfügung stehende, ungesunde Nahrung besonders gut verwertet wird und dafür spezielle Gene optimiert werden (zB wenn der Fetus auf essentielle Substanzen verzichten muss). Doch diese Fähigkeit, aus Kalorien das Letzte herauszuholen, führt im Erwachsenenalter geradewegs in chronische Erkrankungen. Wissenschaftler warnen daher, dass die falsche Zusammensetzung der Ernährung und damit der Baustoffe des Feten bereits im Mutterleib Herzerkrankungen, Diabetes, Gefäßerkrankungen, Schlaganfall, etc. beim Kind vorprogrammieren – genau wie der gesamte mütterliche Lebenswandel. Weltweit registriert die WHO etwa bereits eine steigende Anzahl Heranwachsender mit krankhaftem Blutzuckerspiegel!

Wenn Frauen mich also fragen, was die wichtigen „Baustoffe“ sind, die sie zu sich nehmen müssen, damit Ihr Baby einen durch und durch gesunden Körper und Organfunktionen bauen kann, so sind das: Eiweiß, ungesättigten Fettsäuren (populärer Begriff: „Omega-3“), Mineralwasser, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente! Verzichtet oder reduziert werden sollte der Genuss von süßen und fettigen Speisen (Insulinausschüttung) sowie Nahrungsmitteln mit hoher glykämischer Last (vor allem Produkte aus Weißmehl!). Mein Rat:
Makronährstoff: Eiweiß
Mikronährstoffe: Kaufen Sie am Markt bunt, also viel Gemüse in jeder Farbe: Brokkoli, rote Rüben, Salatköpfe, Vogerlsalat, frischen Spinat, Schwarzwurzeln, Zucchini und Melanzani und Tomaten aus biologischem Anbau, Paprika, Stangensellerie, frische Kräuter etc. und vergessen sie die ganzen Nahrungsergänzungstabletten. Bei der richtigen Ernährung werden diese gar nicht benötigt und bei der falschen haben sie keinerlei positiven Einfluss.

Sport in der Schwangerschaft

Oft vergessen oder vernachlässigt wird das Thema „Sport in der Schwangerschaft“ – denn auch Bewegung muss gelernt sein! Nur durch die körperliche Aktivität der Mutter kann sich auch ein gesundes Herz- Kreislauf-System entwickeln. Wenn Sie körperlich in der Schwangerschaft sehr aktiv sind, prägt das Ihr Kind für sein gesamtes Leben und wir alle wissen, dass körperliche Aktivität einer der wichtigsten Gesundheitsfaktoren ist. Heute findet bezüglich Bewegung in der Schwangerschaft ein Paradigmenwechsel statt und es heißt: Je mehr und je anstrengender mit Babybauch gesportelt wird, desto gesünder wird der neue Erdenbürger! Nur von Extremsportarten oder bei gesundheitlichen Problemen wird selbstverständlich abgeraten.

Mamas Psyche


Selbstverständlich ist auch eine gesunde Psyche für Mutter und Kind sehr wichtig. Daher teilen Sie sich bitte unbedingt mit, wenn ich folgende Fragen stelle: „Wie fühlen Sie sich?“ „Kommen Sie mit der neuen Situation zurecht?“ „Fühlen Sie sich überfordert?“ „Brauchen Sie Unterstützung?“ „Können Sie schlafen?“
Denn je eher man gesundheitliche Störungen in der Schwangerschaft - dazu zählen auch Verstimmtheit, Traurigkeit und Ängste - behandelt, desto besser für Mutter und Kind. Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft psychisch einiges durchgemacht haben, erkranken im Laufe ihres Lebens signifikant häufiger an psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Ängsten. Unbedenklich sind hingegen all die diversen "normalen" Emotionen, die ein Mensch durchlebt, denn diese muss ein Baby ja auch durch die Mama vermittelt bekommen. Es ist gut und wichtig, dass Ihr Kind im Laufe der neun Monate Ihr gesamtes Gefühlsspektrum mit Freude, Gelassenheit, Verwunderung, Traurigkeit, Angst, Besorgnis, Langeweile, Ärger, etc kennenlernt.



Das große Ganze

Wichtig ist der gesamte Lebensstil der werdenden Mutter: Ernährung Fitness, Psyche … Und bei allen spannenden Erkenntnissen gilt dennoch: Die Natur hat es so eingerichtet, dass eine normale Schwangerschaft ein gesundes Kind produziert. Das Wissen über das fetale Programmieren soll keinen psychischen Druck machen, sondern Freude darüber auslösen, dass werdende Mütter mit angenehmen, lustigen und schmackhaften Änderungen Ihres Lebensstils viel und aktiv zur Gesundheit ihrer Babys beitragen können!

So finden Sie uns

Dr. Dietmar Moosburger - Pränatale Diagnostik & Gynäkologie

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