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Pränatale Diagnostik bzw. fetal programming in Salzburg bei Dr. Moosburger

Wird es gesund auf die Welt kommen?

Eine Frage, die sich alle Frauen, die ein Baby erwarten, stellen.

Leider macht die Natur - wenn auch sehr selten - Fehler. Da in vielen Fällen medizinisch geholfen werden kann, ist die Vorsorge wie beschrieben wichtig. Auch für die Fälle, wenn dem Baby nicht geholfen werden kann. Weil dann brauchen sie auch das Netzwerk, das in solchen Krisensituationen nötig ist und das wir bieten.

Aber- was können denn Sie selbst dazu beitragen, dass ihr Baby nicht nur gesund auf die Welt kommt, sondern so mit seinem Körper und seinen Funktionen ausgestattet ist, dass es ein gesundes Leben vor sich hat?

Spürt der Fetus, ob die Mutter gesund oder krank, optimistisch oder deprimiert ist? Was bedeutet es für seine spätere Gesundheit, wenn sie neun Monate lang vorwiegend Vollkornbrot essen, Schokoladenkuchen oder saure Gurken? Sie selbst sind vielleicht Allergikerin und möchten gerne wissen, ob sie etwas tun können, um Allergien bei Ihrem Kind zu verhindern.

Krach mit dem Partner? Finanzielle Sorgen? Ist ein naher Verwandter erkrankt oder gestorben? Nehmen Sie Medikamente? Was passiert bei mütterlichen Infekten? Und vor allem

 

Welchen Einfluss hat Ihre Ernährung?

Forscher wollen den Ursprüngen von Gesundheit und Krankheit auf die Spur kommen und stoßen dabei auf die Erkenntnis, dass diese im Mutterleib entstehen!

 

Im Mutterleib entscheidet sich, wie funktionsfähig der Körper und alle seine Funktionen im „Leben danach“ sein werden.

Jede Art von Stress hat Einfluss - egal, ob psychisch, durch Infektionen, Medikamente oder Ernährung.

Wissenschaftler erkunden jenen ersten Lebensraum, der für alle Menschen gleich ist - und doch so verschieden, dass dort offenbar das individuelle Fundament von Gesundheit, Psyche und Intelligenz gelegt wird: das Biotop Mutterleib.

 

Und kommen dabei zur Erkenntnis:

Die ersten neun Monate entscheiden über das Schicksal unserer Kinder. Die Prägung in der Fetalzeit ist genauso wichtig wie die Gene und der spätere Lebensstil. Das ganze Leben ist eine Entdeckungsreise - vieles spricht dafür, dass wir den spannendsten Teil schon hinter uns haben, wenn wir auf die Welt kommen.

Die mütterliche Ernährung entscheidet das spätere Gewicht und die Neigung zu Stoffwechselkrankheiten der Nachkommen. Das gilt auch für die Seele: Die Startlinie für die psychische Entwicklung verschiebt sich bis weit vor die Geburt.

Seit der britische Arzt David Barker vor mehr als 20 Jahren die ersten Hinweise auf den Zusammenhang von Geburtsgewicht und späteren Herzkrankheiten entdeckte, hat die sogenannte pränatale Programmierung – das fetal programming- mehr und mehr Forscher in ihren Bann geschlagen.

Mittlerweile fahnden Wissenschaftler verschiedener Disziplinen mit modernen Methoden nach Erkenntnissen über ihren Forschungsgegenstand: Immunologen, Stoffwechselexperten, Psychologen, Allergieforscher und Reproduktionsmediziner - sie alle hoffen, dass sich im rötlichen Dämmerlicht des Uterus Antworten auf die großen Fragen der Medizin verbergen. Wie wird das Ich geboren, wie wird ein Mensch zu dem, der er ist? Wie entstehen bestimmte Krankheiten - und wie lassen sie sich vermeiden?

Längst ist unumstritten, dass pränatale Einflüsse lebenslang Spuren hinterlassen; es geht jetzt darum, jene molekularen Mechanismen zu entschlüsseln, die dafür verantwortlich sind. Einflüsse im Mutterleib prägen sogar das Erbgut des Ungeborenen - die junge Disziplin der Epigenetik, der Erforschung der Beeinflussung der Gene durch die Umwelt, steuert wichtige Erklärungen für das Phänomen der pränatalen Programmierung bei.

Weltweit haben Gesundheitsbehörden Schwangerschaft und frühe Kindheit als wichtige Zeitfenster für die Prävention entdeckt. Sie hoffen, jene immensen Kosten senken zu können, welche durch Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht werden. Leider nicht so in Österreich. Lesen sie daher bitte das Kapitel „Das Leben vor der Geburt“.

Was die Wissenschaftler bisher herausgefunden haben, ist beeindruckend. So können sie inzwischen beweisen, dass Stress der Mutter schon beim Fetus eine Neigung zu Allergien programmiert, sie sind dabei, Wege zu finden, wie sich allergiekranke Mütter so behandeln lassen, dass sie diese Neigung nicht auf ihre Babys übertragen.

Die Forscher konnten nachweisen, dass die Kinder depressiver Frauen bereits im Mutterleib empfindlicher auf Stress reagieren als die Feten im Bauch von Müttern mit stabiler Gemütslage. Vor allem aber sind die Wissenschaftler dem Problem Übergewicht und Stoffwechselstörungen verbunden mit Zucker auf der Spur.

Die Ernährung, die nicht den Bedürfnissen des Babys angepasst ist, legt den Kindern das Übergewicht und den Diabetes gleichsam in die Wiege.

Solche starken Einflüsse des mütterlichen Lebenswandels auf das werdende Leben waren bis zur Erfindung des Ultraschalls unvorstellbar - galt doch der Mutterleib als eine Art Brutkasten, in dessen schützender Wärme der neue Mensch nur aus seinem Larvenstadium herauszuwachsen brauchte, und zwar nach einem festgelegten Bauplan.

So störungsfrei der Bauplan des Lebens in den meisten Fällen ausgeführt wird, so verheerend können sich doch einige äußere Einflüsse auswirken. Bestimmte Infektionen, Drogen und Medikamente behindern die fetale Entwicklung. Mikroorganismen wie Toxoplasmen oder Listerien können Hirn, Leber und Lunge des Babys angreifen, Röteln- oder Cytomegalie-Viren schädigen das Nervensystem. Wer raucht, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Fehl- oder Frühgeburt und bringt eher ein untergewichtiges Baby zur Welt, Trinkerinnen riskieren ein sogenanntes fetales Alkoholsyndrom mit lebenslangen Folgen für das Kind.

So betet denn auch jeder Gynäkologe meist gleich nach dem ersten Ultraschall die Liste der Gefahren herunter: Rohmilchkäse (Listerien) sei zu meiden, auch rohes Fleisch, Nikotin und Alkohol, ebenso der Kontakt mit Katzenkot (Toxoplasmen).

Doch an Listeriose, der durch die entsprechenden Mikroorganismen verursachten fruchtschädigenden Krankheit oder Toxoplasmose erkranken heute kaum noch Frauen. Manche Ärzte und Hebammen raten dennoch zur Abschaffung der Hauskatze oder gar zum Verzicht auf potentiell allergieauslösende Lebensmittel wie Fisch oder Nüsse. Da besteht noch ein großer Fortbildungsbedarf. Denn das macht den Menschen, der da entsteht nicht gesund oder krank.

Es ist der Lebensstil der werdenden Mutter- die Ernährung, die körperliche Aktivität, die Psyche - über das müssen Sie Bescheid wissen! - stellen Sie sich nicht die Frage „was darf ich denn NICHT essen, tun und lassen- sondern: was SOLL ich denn essen, tun und lassen.

 

Warum entwickelt sich der Diabetes und das Übergewicht mit all seinen Folgen denn zu einer Zivilisationskrankheit?

Wird der Fetus geradezu mit Zucker überschwemmt, hat das Folgen. Nicht nur 4000-Gramm-Babys, die kaum durch den Geburtskanal passen. Der kleine Organismus versucht zudem, den Überfluss im Mutterleib durch gesteigerte Insulinproduktion zu bewältigen - und das in einer Phase, wo im kindlichen Gehirn das Sättigungszentrum heranreift.

Dessen Zellen im Hypothalamus werden offenbar dauerhaft auf Schlaraffenland geeicht und werten im späteren Leben eine normale Ernährung als akute Hungersnot. Diese Kinder sind sehr oft übergewichtig und haben ein hohes Risiko, selbst einen Diabetes zu entwickeln.

Die mütterliche Ernährung ist einer der wenigen Faktoren, die sich leicht variieren lassen - und die doch so viel Einfluss auf das ganze Leben des Kindes hat.

Bei allen spannenden Erkenntnissen gilt aber: Die Natur hat es so eingerichtet, dass eine normale Schwangerschaft ein gesundes Kind produziert. Das Wissen über das fetale Programmieren soll keinen psychischen Druck machen, sondern Freude darüber auslösen, dass Sie mit angenehmen, lustigen und schmackhaften Änderungen Ihres Lebensstils viel zur Gesundheit Ihres Babys beitragen können.

 

Fetal Programming

Gesundheit entsteht im Mutterleib. Wie, das erklären wir Ihnen gerne näher:

Laut neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird die Gesundheit eines Menschen durch zwei Dinge bestimmt:

 - Das Genom (also die Chromosomen/Gene, die wir von den Eltern mitbekommen) und

 - Das Milieu, in welchem sich dieses Genom entwickelt.

Ihr Kind merkt sich schon geringste Probleme, die den Ablauf der Entwicklung stören und reagiert darauf mit anhaltenden Effekten. Bereits während der pränatalen Entwicklung gibt es kritische Perioden der Verwundbarkeit des Feten gegenüber suboptimalen Bedingungen, die das Kind zu einer permanenten und nicht wiedergutzumachenden Krankheitsanfälligkeit programmieren.

Dieses „Programming“ umfasst strukturelle Veränderungen in wichtigen Organen, eine geänderte Anzahl von Zellen, ein gestörtes Gleichgewicht in der Verteilung verschiedener Zelltypen innerhalb eines Organs, eine veränderte Blutzufuhr und eine veränderte Anzahl wichtiger Rezeptoren. Ihr Baby mag vieles davon kompensieren und Sie werden bei der Geburt auch nichts merken, aber diese Kompensation hat ihren Preis: Ihr Kind wird im Laufe seines Lebens Krankheiten (wie beispielsweise Diabetes) entwickeln und dieses „Programming“ kann sogar für die nächsten Generationen Auswirkungen haben!

Auch wenn sich die Zusammenhänge komplex anhören, so sind die Vernetzungen doch einfach zu durchschauen: Die Zellen des Babys werden aus dem Baumaterial zusammengebaut, das Sie zu sich nehmen. Ich verwende hier gerne die Metapher vom Bau eines Hauses, um zu verdeutlichen, worum es geht: Benutzen Sie hochwertige Baumaterialien, so bauen Sie ein Haus für die „Ewigkeit“ – wenn Sie sich aber für billige Materialien entscheiden, treten irgendwann Probleme auf und Sie sind gezwungen, Ihr Haus zu renovieren. Der beste Plan vom Architekten (= die Gene beim Menschen) verhindert nicht, dass bei minderer Materialqualität und schlechter Ausführung das Haus nicht die Qualität haben wird, wie sich das der Architekt vorgestellt hat.

Beobachtungen zeigen, dass unter Umständen (also wenn der Fetus auf essentielle Substanzen verzichten muss) die zur Verfügung stehende, ungesunde Nahrung besonders gut verwertet wird und dafür spezielle Gene optimiert werden. Doch diese Fähigkeit, aus Kalorien das Letzte herauszuholen, führt im Erwachsenenalter geradewegs in chronische Erkrankungen. Wissenschaftler warnen daher, dass Bluthochdruck und eine Diabetes-Entwicklung mütterlicherseits beim Kind bereits im Mutterleib Herzerkrankungen, Diabetes, Gefäßerkrankungen, Schlaganfall, etc. programmieren. Ein aus dem Ruder gelaufener Body-Mass-Index in der Kindheit wird stärker als in jeder Altersstufe mit den damit verbundenen Risiken assoziiert. Weltweit registriert die WHO etwa schon eine steigende Anzahl Heranwachsender mit krankhaftem Blutzuckerspiegel!

Eine erstaunliche Bedeutung kommt auch den Hormonen im Aufbau des zentralen Nervensystems zu, diese scheinen wenigstens so wichtig zu sein wie die richtigen Erbanlagen von den Eltern. Dass die Leistungen einzelner Drüsen Auswirkungen auf die Intelligenz haben, ist besonders deshalb eine schockierende Nachricht, weil leichte Hormonstörungen oft nicht erkannt werden und vielleicht dennoch zu Minderungen in der Entwicklung des Gehirns führen. Ein möglicher Schilddrüsenmangel sollte deshalb ausgeschlossen werden!

 

Wir raten Schwangeren diverse Präventionsmaßnahmen bereits im Mutterleib zu berücksichtigen, um Risiken vorzubeugen:

Und was ist der Brennstoff für den Menschen? Kohlenhydrate und Fette- es wird daraus Glucose gewonnen- das ist unser Brennstoff.

In der Phase, in der ein neuer Körper entsteht, werden BAUSTOFFE benötigt und KAUM BRENNSTOFF!!! Die geringe Menge an Energie, das Ihr Baby benötigt, holt es sich am liebsten aus den Brennstoffreserven (Fettdepots) der Mutter. So wie ein Auto, das gebaut wird. In der Bauphase wird noch kein Benzin benötigt!

Ebenso oft vergessen oder vernachlässigt wird das Thema „Sport in der Schwangerschaft“ – denn auch Bewegung müssen Sie ihrem Kind lernen! Nur durch die körperliche Aktivität der Mutter kann sich auch ein gesundes Herz- Kreislauf-System entwickeln. Wenn Sie körperlich in der Schwangerschaft sehr aktiv sind, prägt das Ihr Kind für sein gesamtes Leben und wir alle wissen, dass körperliche Aktivität einer der wichtigsten Gesundheitsfaktoren ist. Heute findet bezüglich Bewegung in der Schwangerschaft ein Paradigmenwechsel statt und es heißt: Je mehr und je anstrengender mit Babybauch gesportelt wird, desto gesünder wird der neue Erdenbürger! Nur von Extremsportarten oder bei gesundheitlichen Problemen wird selbstverständlich abgeraten.

Selbstverständlich ist auch eine gesunde Psyche für Mutter und Kind sehr wichtig. Daher teilen Sie sich bitte unbedingt mit, wenn ich folgende Fragen stelle: „Wie fühlen Sie sich?“ „Kommen Sie mit der neuen Situation zurecht?“ „Fühlen Sie sich überfordert?“ „Brauchen Sie Unterstützung?“ „Können Sie schlafen?“
Je eher man gesundheitliche Störungen in der Schwangerschaft - dazu zählen auch Verstimmtheit, Traurigkeit und Ängste - behandelt, desto besser für Mutter und Kind. Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft psychisch einiges durchgemacht haben, erkranken im Laufe ihres Lebens signifikant häufiger an psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Ängsten.

Dazu zählen aber nicht die „diversen normalen Emotionen“, die ein Mensch durchlebt, weil ein Baby auch diese von seiner Mama vermittelt bekommen muss. Daher ist es gut, wenn Ihr Kind im Laufe der neun Monate Ihr gesamtes Gefühlsspektrum mit Freude, Gelassenheit, Verwunderung, Traurigkeit, Angst, Besorgnis, Langeweile, Ärger bis hin zu Ekstase kennenlernt.

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Dr. Dietmar Moosburger - Pränatale Diagnostik & Gynäkologie

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