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Wahlarztpraxis (für Routineuntersuchungen)

Schwangerschaft

Liebe werdende Mutter!

Nur das unaufhörliche Streben der Wissenschaft, immer weiter zu forschen, treibt den medizinischen Fortschritt voran. So ist zum Beispiel der Ultraschall in der Betreuung von Schwangerschaften heute nicht mehr wegzudenken. Denn erst seine Entwicklung ermöglichte den diagnostischen Blick in das Innere der Patientinnen – und somit auch einen Blick auf das neue Leben. Ebenso haben zahlreiche andere Erkenntnisse, laborchemische Verfahren und der rasante technische Fortschritt die Schwangerenbetreuung revolutioniert!

Die Möglichkeiten der modernen Schwangerenbetreuung werfen aber auch zahlreiche Fragen auf und bieten ein breites Feld für gesellschaftliche Wertediskussionen. Ich betrachte es als meine Aufgabe, jede meiner Patientinnen auf ihrem persönlichen Weg ein Stück weit zu begleiten und sie respektvoll und wertschätzend zu unterstützen. Mein zentrales Anliegen ist es, in der Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und Eltern werden hilfreich zur Seite zu stehen.

Informieren Sie sich in den folgenden Kapiteln zur Schwangerschaft über diese neuen Erkenntnisse und verschaffen Sie sich einen Überblick über Entwicklungen während der Schwangerschaft! Hier erfahren Sie alles über einen „normalen“ Schwangerschaftsverlauf, lernen aber auch Risiken und Gefahren kennen, die während einer Schwangerschaft auftreten können. Das soll Sie aber keineswegs verunsichern!

Mein Team und ich sind stets bemüht, Ihnen und Ihrem Baby die größtmögliche Fürsorge zukommen zu lassen! Deshalb zögern Sie bitte nicht, uns bei Fragen zu kontaktieren!

Ihr

Dietmar Moosburger

Sie planen ein Baby

Heute ist es wissenschaftlich bewiesen, dass die Zeit vor und während der Empfängnis (die sogenannte „perikonzeptionelle Zeit“) sowie die Zeit der Schwangerschaft nicht nur die Gesundheit Ihres Kindes  erheblich mitbestimmen, sondern eine Langzeitwirkung auf das Leben des Kindes hat. Denn Gesundheit und Krankheit haben ihren Ursprung in der Entwicklungsphase!
Im medizinischen Sprachgebrauch wird diese Prägung als "fetal programming"  bezeichnet. Das bedeutet, dass Kinder bereits zu diesem Zeitpunkt durch das Verhalten der Mutter geprägt werden.
Aus diesem Grund sollte sich die Frau folgende Fragen stellen
Welche „Bausteine“ liefere ich dem heranwachsenden Kind – ernähre ich mich gesund? 
Wächst mein Kind in einer psychisch gesunden Umgebung auf?
Betreibe ich Sport?
Denn Zellen, die aus gutem „Baumaterial“ sind, bleiben lange gesund und funktionstüchtig. Beispielsweise sind Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft keine psychischen Probleme hatten, in ihrem Leben selbst psychisch sehr stabil. Und Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft viel Sport betrieben haben, erleiden in ihrem Leben signifikant weniger Erkrankungen, vor allem solche des Herz-Kreislauf-Systems.
Es ist daher von größter Bedeutung, sich schon vor der Empfängnis Gedanken über die Schwangerschaft zu machen, sich gezielt darauf vorzubereiten und seinen Lebensstil anzupassen!

Im perikonzeptionellen Gespräch erkläre ich meinen Patientinnen, wie:

- Sie durch die Einnahme des Vitamins Folsäure schwere Fehlbindlungen des Kindes verhindern können,
- Sie Fehl- und Frühgeburten vermeiden können,
- Schwerwiegende Infektionserkrankungen für das Baby vermieden werden können,
- Von Beginn an ein positives "fetal programming" stattfindet,
- Auf eine eventuell bestehende Grunderkrankung (wie zum Beispiel Epilepsie, Diabtes etc.) reagiert werden muss.

 Weiterführende Links dazu:

 http://www.planbaby.de/index.html 
Ein Programm für eine erfolgreiche Schwangerschaft, wenn Paare Eltern werden wollen sowie Gesundheits- und Ernährungsberatung vor der Schwangerschaft.

http://www.embryotox.de/
Ein Informationsportal zu Verträglichkeit und Risiko bei der Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft.

Das präkonzeptionelle Gespräch

Bevor Sie die Empfängnisverhütung absetzen und eine Schwangerschaft anstreben, empfehle ich Ihnen, zu einem Beratungsgespräch in meine Praxis zu kommen. In diesem Gespräch wird auf folgende Punkte eingegangen:

  • Gibt es eine Grunderkrankung, die Einfluss auf die Schwangerschaft nehmen kann (Zuckerkrankheit, Autoimmunerkrankungen, Übergewicht, etc.)
  • Ernährung
    Eine Ernährung reich an Vitaminen und Mineralstoffen beugt kindlichen Fehlbildungen vor. So konnte z.B. bewiesen werden, dass die ausreichende Zufuhr von Folsäure, einem Vitamin, das Risiko eines Neuralrohrdefektes (sogenannter offener Rücken) beim Kind reduziert. Folsäure befindet sich vor allem in grünem Blatt- und Kohlgemüse. Wir empfehlen vier Wochen vor der angestrebten Schwangerschaft mit einem Multivitaminpräparat, das mindestens 0,4 mg Folsäure pro Tag enthält, zu beginnen. Neue Studien konnten zeigen, dass bei den Kindern, die von Frauen geboren wurden, die ein solches Präparat einnahmen, auch seltener Missbildungen am Herzen und Urogenitaltrakt auftraten.
  • Bei der gynäkologischen Untersuchung und vaginalen Ultraschalluntersuchung wird geklärt, ob ein unauffälliger gynäkologischer Befund und eine gute Beckenbodenfuntion vorliegt
  • Bei einer Blutprobe kann festgestellt werden, gegen welche gefährliche Infektionserkrankungen bereits ein Immunschutz besteht und ob ein ausreichender Impfschutz (Impfpass mitnehmen!) besteht.
  • Wie kann ich meinen Lebensstil umstellen, um am Besten für die körperliche Belastung der Schwangerschaft gerüstet  zu sein und gleichzeitig bereits lernen, dem Kind dadurch im Sinne der neuen Ekenntnis des "fetal programming" alles für einen gesunden Körper und ein gesundes Leben zu geben.
  • In einer ausführlichen Anamnese und Familienanamnese kann herausgefunden werden, ob ein eventuell erhöhtes Risiko für eine Erkrankung in der Schwangerschaft besteht.

http://www.planbaby.de/index.html

wichtige Infos zu Beginn der SS

Oft wollen Freunde, Bekannte oder Verwandte mit vielen gut gemeinten Ratschlägen helfen. Die Schwangerschaftsinformation SS Info soll Ihnen helfen, sich bei all den gutgemeinten Tipps nicht verunsichern zu lassen, sondern über die aktuellen Erkenntinisse zu informieren:

Diese Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Sollten Sie weitere Fragen, Anregungen und Wünsche haben, kontaktieren Sie uns bitte!

 

bitte lesen: was darf ich in der Schwangerschaft?

Pränatale Diagnostik - PND

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur:

Pränatale Diagnostik

Schwangerenvorsorge
Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur:
Pränatale Psychologie

Der Mensch wird kein Mensch, sondern ist ein Mensch – von Anfang an!

Mutter und Kind sind in hohem Maße miteinander verbunden – physisch aber auch emotional. Das Kind trinkt mit der Mutter, es raucht, liebt und hasst mit ihr. Es vergnügt sich, wenn sich die Mutter freut. Und es leidet mit, wenn die Mutter traurig ist. Es empfindet die Herztöne der Mutter und erschrickt selbst, wenn sie erschrickt. Es sorgt sich um sie, weil es ohne sie nicht leben kann. Denn sein Leben hängt von ihr und ihrem Leben ab. Der Fötus scheint aber noch eine andere Eigenschaft zu haben: Er ist imstande, seine Erfahrungen in seinem Organismus zu speichern. Er “erinnert“ sich sozusagen und lernt daraus. Und genau diese Erinnerungsspuren sind es, die meistens tief im Unbewussten verborgen bleiben.

Intuitives Wissen der Eltern
Das ungeborene Kind ist nicht einfach eine Ansammlung von Zellen. Es ist ein Wesen mit ganz spezifischen, individuellen Eigenschaften und Bedürfnissen, das in seiner Art ganz einzigartig ist. Viele Mütter und Väter, die selbst schon eine Schwangerschaft erleben durften, verfügen über ein sogenanntes intuitives Wissen. Dieses Wissen wird in der Medizin und Psychologie allerdings erst ganz allmählich anerkannt. Heute kann mit Hilfe von Ultraschall-Aufnahmen ein Blick direkt in die Gebärmutter geworfen werden. Und was man da sieht, ist schlicht und einfach verblüffend: Einen Fötus, der ganz aktiv mit der Hand der Mutter auf ihrem Bauch Kontakt sucht. Ein Kind, das Purzelbäume schlägt, an seinem Daumen lutscht und sich bei einem unangenehmen Geräusch ängstlich zusammenzieht.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu pränataler Psychologie!

Gefährliche Infektionen

Infektionen im Mutterleib

Etwa vier bis fünf Prozent aller Kinder werden bereits während der Schwangerschaft oder bei der Geburt mit verschiedensten Krankheitserregern infiziert. Die Folgen können schwerwiegend sein: Fehl- und Totgeburten, Fehlbildungen, Blind- und Taubheit, Wachstumsstörungen, schwere entzündliche Erkrankungen sowie geistige und körperliche Beeinträchtigungen. Deshalb ist es sinnvoll, die Immunlage im Blut überprüfen zu lassen.Folgende gefährliche Erreger können von der Mutter auf das Kind übertragen werden:

- Toxoplasma gondii,- Röteln-Virus,- Windpocken-Virus, - Zytomegalie-Virus, - Hepatitis B- und -C-Virus, - Parvo-Virus B19, - HIV, - Listerien

Die Krankenkassen tragen die Kosten zur Überprüfung
- des Röteln-Virus (Der österreichische Impfplan sieht eine Rötelnimpfung bei jedem Mädchen vor. Keinen Schutz haben daher nur Frauen, die nicht geimpft sind!)
- von Toxoplasmen
-
HIV
Keine Kosten werden von den Krankenkassen übernommen für die Überprüfung der Immunität gegenüber:

- Varicellen (Kosten 15€)
Varicellen sind die Erreger der Windpocken. Wenn Sie oder Ihre Mutter sich daran erinnern, dass Sie als Kind diese Erkrankung durchgemacht haben, ist kein Bluttest notwendig. Somit sind Sie und auch Ihr Baby geschützt!
- Ringelröteln (Kosten 25€)
Der Erreger der Ringelröteln heißt Parvo-Virus. Es handelt sich dabei nicht um den Röteln-Virus, gegen den heute routinemäßig im Kindesalter geimpft wird! Er kann zu einer schwere Blutarmut beim Baby führen, die eine Bluttransfusion noch im Mutterleib notwendig machen kann.
- Zytomegalie (CMV) -(Kosten 25€) die versteckte Gefahr! ganz besonders wichtig. Es handelt sich um ein Art Herpesvirus, das vor allem grippale Symptome bei Kindern macht. Alle Körperflüssigkeiten sind die Ansteckungsursache. Die größte Gefahr geht vom eigenen grippalem Kind aus, das in der Nacht zu Ihnen ins Bett schlüpft. Das Virus schädigt beim Feten das zentrale Nervensystem. Bitte lesen: www.icon-cmv.de

Sie entscheiden eigenverantwortlich, ob Sie ein solches erweitertes Infektions-Screening in Anspruch nehmen wollen. Es macht absolut Sinn zu wissen, gegen welche Erreger man immun ist und einen Schutz besitzt und gegen welche Erreger man keinen Schutz besitzt und Sicherheitsmaßnahmen einhalten muss, um sich nicht während der Schwangerschaft zu infizieren. Insbesondere gilt dies für Frauen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen oder als Kinderkrankenschwester arbeiten. Finden sich Antikörper in Ihrem Blut, sind Sie immun. Das heißt, dass Sie diese Erkrankung nicht mehr bekommen können. Durch Ihre Antikörper ist auch Ihr Kind geschützt! Finden sich jedoch keine Antikörper in Ihrem Blut, hatten Sie diese Erkrankung noch nicht. Daher müssen Sie sich streng an die Vorsichtsmaßnahmen halten, die einen Kontakt mit dem entsprechenden Erreger verhindern.
Listerien sind im Gegensatz zu den oben beschrienen Krankheitserregern Bakterien. Es gibt dagegen keine Impfung und auch keinen Antikörperschutz. Wenn Sie sich aber an die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie gegen Toxoplsmen halten, sind Sie auf der sicheren Seite.

"Schweinegrippe“/Pandemische Influenza A/H1N1v-Virus und die saisonale Grippe

Informationen dazu:
http://www.virologie.meduniwien.ac.at/home/

Andere Impfungen Während der Schwangerschaft darf nicht geimpft werden: MMR (Masern, Mumps, Röteln),Varicellen (Windpocken),Thyphus

  • Gelbfieber nur bei absolut notwendigen Reisen in ein Endemiegebiet
  • Bei Risikopatientinnen dürfen FSME, Pneumokokken und Meningokokken geimpft werden – bitte fragen Sie Ihren Hausarzt
Gestose

(Schwangerschaftserkrankungen)

Als Gestosen werden Schwangerschaftserkrankungen zusammengefasst, die herkömmlich als "Schwangerschaftsvergiftung" bezeichnet werden. Dazu zählen:

  • fetale Wachstumsstörungen
  • Placentainsuffizienz
  • Gestose
  • Präeklampsie und
  • das HELLP-Syndrom.

Diese Schwangerschaftserkrankungen sind für Mutter und Kind äußerst gefährlich. Denn sie sind die weltweit häufigsten Gründe für die Sterblichkeit und schwere Erkrankungen bei Mutter und Kind.

Entstehung und Erkennung von Gestosen:
Alle Schwangerschaftserkrankungen entstehen durch eine fehlerhafte Entwicklung des Mutterkuchens, die man frühzeitig diagnostizieren kann, da
- der Gefäßwiderstand in der Gebärmutterschlagader, der sonografisch im Rahmen des Esrttrimester-
Screenings gemessen werden kann, erhöht ist
- Mutterkuchenhormone (PAPP A, freies HCG, etc.) fehlerhaft produziert werden, die im mütterlichen Blut
gemessen werden können.

Die Entwicklung des Mutterkuchens kann positiv beeinflusst werden:
- von Beginn der Schwangerschaft an (am besten schon vorher!) richtig ernähren (siehe
Schwangerschafts-Info
- ausreichende Mengen an Mineralwasser trinken (keine Fruchtsäfte, da Zucker die Gestoseneigung
fördert)
- nicht rauchen
viel Sport treiben (bereits beim Absetzen des Verhütungsmittel beginnen) und vor allem während der
Ausbildung des Mutterkuchens! (die ersten 12 Schwangerschaftswochen)
- eiweißreiche Ernährung mit vielen Elektrolyten (vor allem Salz) wie zum Beispiel ein Frühstücksei täglich
und Gemüsebrühe (ohne Konservierungs –und künstlichen Geschmackstoffe, wie zum Beispiel unter
www.spiceworld.at oder in guten sortierten Reform bzw. Biohäusern). Denn salzarme Kost fördert die
Anfälligkeit (Disposition) für Gestose.

Symptome und Behandlung
Bis heute ist nicht genau bekannt, wie sich diese Gestosen entwickeln. Deshalb kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt nur darauf achten, diese Komplikation nicht zu übersehen, adäquat zu reagieren und rechtzeitig zu entbinden, um Mutter und Kind zu retten. Dabei ist Ihre Ärztin/Ihr Arzt aber auf Ihre Information angewiesen! Sollten Sie also im Verlauf der Schwangerschaft (ca. ab der 25. SSW) plötzlich Schmerzen im Oberbauch oder rasch zunehmende Wassereinlagerungen haben, Kreislaufbeschwerden wie Schwindel, Unwohlsein, Übelkeit auftreten oder – ganz wichtig – sollte Ihr Blutdruck steigen (ideal wären natürlich regelmäßige Selbstmessungen mit handelsüblichen Kleingeräten, erhältlich im Elektrofachhandel für ca. 25 Euro), suchen Sie BITTE gleich meine Praxis auf.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.gestose-frauen.de

Vorzeitiger Mutterschutz

In manchen Situationen kann eine unvorhergesehene Komplikation in der Schwangerschaft eine frühzeitige Beendigung des Dienstverhältnisses (vorzeitiger Mutterschutz) notwendig machen.

Wir dürfen Ihnen eine Information des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Freistellungen zur Kenntnis bringen:

Es gibt einen neuen Erlass bezüglich der Freistellungsgründe, welche in Zusammenarbeit mit VertreterInnen der ÖÄK und den ArbeitsinspektionsärztInnen überarbeitet wurden. Eine Freistellung gemäß § 3 Abs. 3 Mutterschutzgesetz vom 17.12.2010 liegt dann vor, wenn eine Weiterbeschäftigung das Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährden würde.

Gefahren für die Sicherheit (z. B. Infektionserkrankungen) oder Gesundheit am Arbeitsplatz können keine Freistellung bewirken, sondern müssen zur Änderung der Arbeitsbedingungen führen. Kontakt Arbeitsinspektorat: Auerspergstraße 69, 5027 Salzburg
Telefon: 0662 886 686 0, Fax 0662 886 686 428
E-Mail: post.ai10@arbeitsinspektion.gv.at
zuständig für das Land Salzburg

Näheres dazu:

Pflegefreistellung

Geburtshilfe

Es gibt kein schöneres und ergreifenderes Ereignis im Leben eines Paares als die Geburt ihres Kindes. Damit dieses „einmalige“ Erlebnis einzigartig und wunderbar in Erinnerung bleibt, gebe ich bei der kompetenten Begleitung meiner Patientinnen während ihrer Schwangerschaft und der Geburt stets mein Bestes. Denn mein Ziel ist es, danach beide gesund und glücklich zu sehen – sowohl das Baby als auch die Mama!
Für den besten Start ins Leben!
Doch leider kann es während der Geburt zu Komplikationen kommen, die eine ärztliche Intervention erfordern. Eine Geburt, die gut verläuft, ist der beste Start in ein gesundes Leben. Ihr Baby vertraut darauf – vertrauen Sie Ihrem Geburtshelfer. Um es mit den Worten Herbert Grönemeyers zu sagen: „…und der Mensch heißt Mensch … weil er schwärmt und glaubt, sich anlehnt und vertraut…“.

Nach der letzten Mutter-Kind-Pass-Untersuchung werden Sie von der Klinik weiter betreut, für die Sie sich entschieden haben. Sprechen Sie mit der Ärztin/dem Arzt dort ganz offen über Ihre Vorstellungen, Wünsche und Sorgen bezüglich der Geburt.
Nur die mündige Patientin kann die seit jeher emotional geführte Diskussion rund um die Geburt  beenden. 

Das heißt, dass neben der Überwachung des Kindes vor allem der Aufklärung über die diversen geburtshilflichen Maßnahmen ausreichend Zeit gewidmet werden sollte. Es hängt alles von einer individuellen perfekten Geburtshilfe ab, dass dieses Ereignis unvergesslich schön in Erinnerung bleibt und es Mutter und Kind gut geht.

Wir haben heute viele Möglichkeiten, den werdenden Müttern während der Geburt hilfreich beizustehen. Aber nur nach vorhergeganger Beratung und Gesprächen, in dem nicht die eigenen Wertevorstellungen oder zu erfüllende Quoten den Ausschlag geben, sondern einzig und allein die Wünsche und Wertevorstellung der werdenden Mutter.

Für mich zählt nicht das statistische Ergebnis (Kaiserschnittrate, Rate an vaginal operativen Entbindungen, Rate an Kindern mit gemessenem Sauerstoffdefizit nach der Geburt, etc). Das sind zwar alles messbare Parameter, aber diese führen zu einer unpersönlichen Medizin. Meine Messlatte sind keine Werte am Papier, sondern der Mensch, der sich mir anvertraut, die individuelle Betreuung, deren Ergebnis eine gesunde glückliche Mutter und ein gesundes nicht traumatisiertes Neugeborenes zum Ergebnis haben soll. Wie wurde die Geburt erlebt?

Die Frau hat ein Recht, dass dieses Ereignis für immer wunderschön in Erinnerung bleibt- das ist die Messlatte!

Jeder Geburtshelfer hat versagt, wenn die Patientin in Tränen ausbricht, wenn sie an ihre Geburt denkt! Statistiken, wie man gegenüber anderen Häusern abschneidet, mögen von akademischen Interesse sein, sind aber für unsere Patientinnen völlig irrelevant. Ich glaube überhaupt, dass sich die immer öfter medial geführte Diskussion um die Geburt immer weiter von den Bedürfnissen unserer Patientinnen wegbewegt. Wir sind nicht irgenwelchen Zahlen verpflichtet, sondern einzig und allein der werdenden Mutter, die uns ihr volles Vertrauen schenkt. Haben wir Zahlen im Hinterkopf, sind wir nicht mehr objektiv in unseren Entscheidungen und die Patientin erhält eventuell nicht die Behandlung, die sie ansonsten erhalten würde. Ethisch gesehen sind wir bei dieser Diskussion demnach total am Irrweg. In Zeiten der Ein- oder Zwei- Kind- Familie wird die Geburt immer mehr zu dem psychosozialem Ereignis im Leben der Frau.

Individuelle Beratung, Selbstbestimmung und das gemeinsame Finden der Bedürfnisse und Wünsche sind gefragt. Nur eine informierte Patientin kann selbstbestimmt die Geburt erleben.

Sprechen Sie daher auch die möglichen Komplikationen einer vaginalen Geburt an und die Optionen auf diese zu reagieren. Frauen sollen und müssen die Wahlmöglichkeit haben!  Die Frauen haben das Recht auf eine eigene Entscheidung! Wenn für Sie keine Saugglockengeburt, bei dem Ihr Beckenboden stark verletzt wird und ihr Kind noch tagelang furchtbare Kopfschmerzen hat in Frage kommt, muss das im Vorfeld mit der begleitende Hebamme und ihrem Arzt geklärt sein!
Ich bin der Meinung, dass keinem Außenstehenden ein Urteil darüber zusteht, welche Entscheidung bezüglich Modus der Geburt die betroffenen Eltern treffen. Unsere Aufgabe ist es, die Bedürfnisse und Potenziale jeder einzelnen Familie wahrzunehmen und sie bei der Umsetzung der Erfüllung zu unterstützen. Wir wollen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Beckenboden

Durch das Tiefer- und Austreten des kindlichen Köpfchens wird der Beckenboden während der Geburt stark gedehnt. Dabei kann es zu Einrissen von Muskel- und Nervenfasern des Beckenbodens und Dammrissen kommen. All das schwächt den Beckenboden, was sich als Scheidensenkung, als unangenehmes Druckgefühl im Becken bei körperlicher Aktivität zeigt und durch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, herabgesetztes Lustempfinden beim Sex oder Schwierigkeiten beim Orgasmus bemerkbar macht. Ebenso können Harn- oder Stuhlinkontinenz auftreten, auch oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten.

Schon bei der ersten Geburt kann der Beckenboden geschädigt werden. Dieses initiale Trauma mag zwar vorübergehend kompensiert werden, kann aber in weiteren Lebensabschnitten im Zusammenspiel mit anderen Faktoren – wie zum Beispiel Übergewicht, Östrogenmangel, Veränderungen des Bindegewebes, Entfernung der Gebärmutter oder chronischer Bronchitis – zu massiven Problemen führen. 40 Prozent aller Frauen über 60 Jahren sind davon betroffen! Auch Dammschnitt oder Kreuzstich (die sogenannte Epiduralanästhesie) schützen nicht vor Beckenbodenschwäche.

Gymnastik für den Beckenboden
Begünstigende Faktoren für einen schwachen Beckenboden sind schwere, große Kinder sowie eine verlängerte Geburtsdauer. Frauen mit Entbindung durch einen Kaiserschnitt haben ein geringeres Risiko, eine Beckenbodenschwäche zu entwickeln. Um einer Schwäche überhaupt vorzubeugen, beginnen Sie am besten schon während der Schwangerschaft im Rahmen der empfohlenen Funktionsgymnastik mit Übungen für den Beckenboden. Leiden Sie bereits an einer Beckenbodenschwäche ist die Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung bei frühzeitigem Therapiebeginn besonders groß.

Helga Andexer-Spicker ist spezialisiert auf Beckenboden-Physiotherapie. In Ihrer Ordination bietet sie Physiotherapie mit Biofedback, Elektrostimulation und spezieller Funktionsgymnastik auf individueller Basis an:
Helga Andexer Spicker, Wolf-Dietrich-Strasse 12, 5020 Salzburg, Mobiltelefon: 0650/9201777. Tel. & Fax: 0662/450448
h.andexer@gmail.com
www.dreiklang-salzburg.at

Rückbildung des Beckenbodens
Die "Rückbildung" des Beckenbodens geschieht in den Wochen nach der Geburt ganz von selbst! Die von den Krankenhäusern nach einer Geburt empfohlene "Rückbildungsgymnastik" fördert daher nicht die Rückbildung an sich, sondern will vielmehr ein Bewusstsein für die wichtige Funktion des Beckenbodens schaffen.
Eine vaginale Geburt kann den Beckenboden in seiner Funktion so stark beeinträchtigen, dass ein Gruppentraining ohne Rückmeldung von der Physiotherapeutin, die vaginal die richtige Kontraktion überwachen kann, keine Wirkung zeigt. Da die Beckenboden-Muskulatur sehr komplex in die Rumpfmuskulatur eingebaut ist, bedarf es in solchen Fällen eines speziellen Trainings. Bemerken Sie zum Beispiel beim Sex, Sport oder Heben nach der Geburt, dass Sie Ihren Beckenboden nach der Geburt nicht ausreichend kontrahieren können, sollten sie diese Beschwerden ernst nehmen. Wenden Sie sich dann bitte vertrauensvoll an uns.

Fehlgeburt

Eine mit dem Leben nicht vereinbare Fehlentwicklung während der Entwicklungsphase, also in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft, oder ein Fehler bei der Verbindung der beiden halben Chromosomensätze von Mutter und Vater, der zu einer ebenfalls mit dem Leben nicht vereinbaren genetischen Störung führt, sind die häufigsten Ursachen für eine Fehlgeburt. So gesehen kennt die Natur keine Moral: Auf diese Weise „selektiert“ sie die meisten Kinder, die ansonsten mit einer schweren Behinderung zur Welt kämen. Immerhin 25 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt. Die Frau selbst trägt nie die "Schuld" an einer Fehlgeburt. Denn selbst die absolute Bettruhe (im Fall von Blutungen in der Frühschwangerschaft) kann – wenn der Natur ein Fehler passiert ist – die Fehlgeburt nicht verhindern!

Therapie
Am häufigsten wird eine Ausschabung in Vollnarkose durchgeführt. Bei dieser Methode besteht allerdings der Nachteil, durch das Instrument die Schleimhaut zu verletzen. Die Folgen können verminderter Schleimhautaufbau und eine erneute Fehlgeburt, ein Einwachsen des Mutterkuchens bei der nächsten Schwangerschaft sowie schwere Blutungen nach der Geburt sein. Eine bessere operative Methode ist jene der Saugcurrettage nach medikamentöser Aufweichung des Gebärmutterhalses. Dabei wird ein zartes Silikonrohr in die Gebärmutterhöhle eingeführt und die abgestorbene Schwangerschaft mit Hilfe von Unterdruck aus der Gebärmutterhöhle abgesaugt.

Alternativ besteht die Möglichkeit, den natürlichen Abgang der Schwangerschaft abzuwarten oder diesen durch die Gabe von Medikamenten herbeizuführen bzw. zu unterstützen. Der Vorteil dabei ist, dass nach einem solchen Abgang innerhalb der Gebärmutter keinerlei Schaden entsteht. Der Nachteil ist allerdings eine oft starke und schmerzhafte Blutung.

Wiederholte Fehlgeburt
In seltenen Fällen muss eine Frau zwei oder mehrere Fehlgeburten hintereinander erleiden. Man spricht dann vom habituellen Abortus bzw RPL (Recurrent Pregnancy Loss). In solchen Fällen muss nach den seltenen Ursachen geforscht und die nötigen Untersuchungen veranlasst werden:

  • eine genetische Abklärung, die Abklärung einer Blutgerinnungsstörung (Blutabnahme) bzw. Minderdurchblutung (Ultraschall)
  • ein Antiphospholipid-Test (kurz APS, eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen), die Abklärung einer Fehlbildung der Gebärmutter mit 3D-Ultraschall bzw. Gebärmutterspiegelung
  • ein Bakterienabstrich des Muttermundes (Chlamydien), ein Hormonstatus inkl. Schilddrüsenabklärung, die Abklärung einer Glucosetoleranzstörung
  • eine Gesundenuntersuchung zur Abklärung einer systemischen Erkrankung
Kaiserschnitt

Misgav Ladach Kaiserschnitt vs vaginale Geburt

Das Arbeitsfeld Geburtshilfe bietet ein breites Feld für gesellschaftliche Wertediskussionen. Je nach persönlicher Einstellung und Ideologie werden unterschiedliche Standpunkte vehement vertreten. Kurz gefasst: schreitet eine vaginale Geburt zeitlich vom Ablauf her normal voran, ist diese die beste Art, das Licht der Welt zu erblicken. Treten allerdings Komplikationen auf, die eine Gefahr für Mutter und /oder Kind darstellen, sollte  der Kaiserschnitt die Methode der Entbindungswahl sein. Dramatische und traumatischen Erlebnisse dürfen einfach nicht mehr passieren!

Nur allzu leicht und unwidersprochen führen Kritiker der Kaiserschnittgeburt inhaltlich einen undifferenzierten Schlagabtausch und eine mehr ideologisch gefärbte Diskussionen in bewusster oder unbewusster Unkenntnis der heutigen Bedürfnisse der werdenden Mutter. Es geht nur um gesellschaftliche Wertediskussionen. Die Interessen der Schwangeren, ihre Bedürfnisse und Nöte werden hierbei selten berücksichtigt.

Das Prinzip des Kaiserschnittes nach Misgav-Ladach (benannt nach dem gleichnamigen Krankenhaus in Jerusalem, die Methode wurde von Stark und Cohen publiziert) ist, dass durch eine veränderte Technik möglichst wenige Strukturen verletzt und durchtrennt, sondern nur gedehnt werden. Die wenigen Strukturen, die noch durchtrennt werden müssen, werden mit einer speziellen Nahttechnik versorgt, mit der der Heilungsverlauf beschleunigt wird.

 Die großen Vorteile dieser Methode sind:

  • durch die enge Öffnung hat das Kind ein Geburtserlebnis
  • es werden keine Schichten durchtrennt und dadurch muss auch kaum genäht werden: weniger Verwachsungen und postoperative Schmerzen
  • Es werden keine Blutgefäße und Nerven durchtrennt- das vermindert den Blutverlust und den postoperativen Schmerz
  • der Blasenkatheter kann nach der Wirkung der Spinalanästhesie entfernt werden
  • es ist keine Nahrungskarenz notwendig, die Frauen können anschließend an die Operation trinken und essen und nach Ablauf der Spinalanästhesie auch aufstehen
  • postoperativ ist kein Einlauf notwendig
  • die Frauen sind schneller mobil und können sich gut um das Baby kümmern
  • durch meine Einführung des sofortigen bondings nach Abnabeln (Die Mutter darf wie nach einer vaginalen Geburt sofort ihr Kind am Körper - Hau/Haut kuscheln) konnte ich trotz operativer Geburt das Geburtserlebnis dramatisch verbessern.
So finden Sie uns

Dr. Dietmar Moosburger - Pränatale Diagnostik & Gynäkologie

Neutorstraße 21
5020 Salzburg

Telefon +43 662 846790-0
Fax +43 662 846790-24

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Mo: 08:00 - 12:00 und 15:00 - 18:00 Uhr
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