Infektionen im Mutterleib

Infektionen im Mutterleib

Etwa vier bis fünf Prozent aller Kinder werden bereits während der Schwangerschaft oder bei der Geburt mit verschiedensten Krankheitserregern infiziert. Die Folgen können schwerwiegend sein.
Es gibt aber nur ganz wenige Erreger, die über den Mutterkuchen zum Kind kommen können und diese kennen wir! Daher kann man eine Infektion fast immer vermeiden wenn man seinen Immunstatus kennt bzw. sich an Hygienerichtlinien hält. 

Die Häufigkeit solcher Infektionen ist extrem gering! Die Verunsicherung durch Artikel in Büchern und Internet ist absolut unverhältnismäßig!
Wir empfehlen zu Beginn der Schwangerschaft ein erweitertes Infektions-Screening in Anspruch zu nehmen. Prinzipiell gilt: Sind Antikörper vorhanden, besteht auch ein Schutz aber halt auch umgekehrt. Das heißt: Durch Ihre Antikörper ist auch Ihr Kind geschützt! Finden sich jedoch keine Antikörper in Ihrem Blut, hatten Sie diese Erkrankung noch nicht und es daher nur darum, sich an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten, die einen Kontakt mit dem entsprechenden Erreger verhindern.

Folgende Erreger sind in der Schwangerschaft gefährlich für ihr Baby:


  • Röteln-Virus (Der österreichische Impfplan sieht eine Rötelnimpfung bei jedem Mädchen vor. Keinen Schutz haben daher nur Frauen, die nicht geimpft sind!)
  • Toxoplasmen: Jede Schwangere in Österreich glaubt, dass es sich dabei um die gefährlichste Infektion für den Feten handelt und streicht jede Menge wertvoller Lebensmittel von ihrem Speiseplan. In Deutschland beträgt die Häufigkeit 1: 40 000 und es wird daher der Immunstatus gar nicht erst getestet. In Österreich wird getestet und wenn sich die schwangeren Frauen ohne Antikörperschutz an die Vorsichtsmaßnahmen halten, ist die Häufigkeit noch viel geringer. Übrigens werden Toxoplasmen bei 67 Grad effektiv abgetötet. Niemand muss sein Steak daher als Schuhsohle essen-J 
  • HIV: seinen HIV Status zu kennen ist eine gute Sache

Für diese drei Untersuchungen werden die Kosten der Antikörperbestimmung von den Sozialversicherungen übernommen.


  • Varicellen: Varicellen sind die Erreger der Windpocken. Wenn Sie oder Ihre Mutter sich daran erinnern, dass Sie als Kind diese Erkrankung durchgemacht haben, ist kein Bluttest notwendig. Somit sind Sie und auch Ihr Baby geschützt!
  • Ringelröteln: Der Erreger der Ringelröteln heißt Parvo-Virus. Es handelt sich dabei nicht um den Röteln-Virus, gegen den heute routinemäßig im Kindesalter geimpft wird! Er kann zu einer schweren Blutarmut beim Baby führen, die eine Bluttransfusion noch im Mutterleib notwendig machen kann.
  • Zytomegalie (CMV) www.icon-cmv.de : die größte Gefahr für den Feten! Es handelt sich um ein Art Herpesvirus, das vor allem grippale Symptome bei Kindern macht. Alle Körperflüssigkeiten sind die Ansteckungsursache. Die größte Gefahr geht vom eigenen grippigen Kind aus, das in der Nacht zu Ihnen ins Bett schlüpft. Das Virus schädigt beim Feten das zentrale Nervensystem. ABER die Ansteckung ist vermeidbar: Hände häufig waschen, mit ungewaschenen Händen weder Augen, Nase noch Mund berühren. Kein Hallo Küsschen, Abstand von Menschen, die Husten oder Niesen, nach Möglichkeit großen Menschenansammlungen aus dem Weg gehen.


Die Kosten für die Überprüfung der Immunität gegenüber CMV, Ringelröteln, Varicellen werden von den Krankenkassen nicht übernommen.


  • Listerien: sind im Gegensatz zu den oben beschriebenen Krankheitserregern Bakterien. Es gibt dagegen keine Impfung und auch keinen Antikörperschutz. Wenn Sie sich aber an die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie gegen Toxoplasmen halten und Fisch, Fleisch und Wurstsachen nicht abgepackt, sondern frisch beim Feinkosthändler kaufen sind Sie auf der sicheren Seite.

Impfungen, die ich in der Schwangerschaft empfehle:

Influenza (Grippe) – explizit empfohlen!

Die Grippe-Impfung wird allen Schwangeren dringend empfohlen, da der Influenzavirus bei Schwangeren zu schweren Komplikationen, vor allem Lungenentzündungen führen kann. Ihr Baby wird vom Virus allerdings nicht befallen. Alle Kontaktpersonen von Neugeborenen sollten geschützt sein. Die Impfung muss grundsätzlich jedes Jahr vor Beginn der Grippesaison aufgefrischt werden.

Pertussis (Keuchhusten) – explizit empfohlen!

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Schwangeren einmalig eine Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) im letzten Schwangerschaftsdrittel ab der 28. Schwangerschaftswoche. Besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt, sollte die Impfung vorgezogen werden und schon im zweiten Schwangerschaftsdrittel erfolgen. Dabei soll die Schutzimpfung unabhängig davon erfolgen, wann zuletzt eine Impfung gegen Keuchhusten durchgeführt wurde. Der Impfschutz soll zudem in jeder Schwangerschaft erneut wahrgenommen werden. Die Schutzimpfung gegen Pertussis wird mit einem Kombinationsimpfstoff durchgeführt, der auch gegen Diphtherie und Tetanus schützt (Tdap-Kombinations-impfstoff). Die Tdap-Impfung gilt in der Schwangerschaft als sicher.


Impfungen, die ich in der Schwangerschaft nicht empfehle:

SARS Cov 2 (Covid 19)

Es gibt noch keine Impfung, aber diese wird mit Sicherheit kommen. Covid verläuft für Schwangere ab dem 4. Schwangerschaftsmonat statistisch schwerer. Die neuartige Gen RNA Impfung wurde innerhalb weniger Monate entwickelt und zugelassen von den Behörden. Bisher brauchten Impfstoffe mindestens 4 Jahre bis zur Zulassung. Herr Anschober beteuert, dass die Bewilligungsverfahren genauso streng durchgeführt werden wie bisher. Wenn der Beobachtungszeitraum aber zu kurz ist, bleibt die Frage von unerwünschten Nebenwqirkungen eines neu entwickelten Genimpfstoffes noch zu klären. Daher von mir persönlich vorerst ein klares Nein zur Impfung. Wie für CMV (Cytomegalie) gilt: Hände häufig waschen, mit ungewaschenen Händen weder Augen, Nase noch Mund berühren. Kein Hallo Küsschen, auch nicht Hände schütteln, Abstand halten, vor allem von Menschen, die Husten oder Niesen, großen Menschenansammlungen aus dem Weg gehen.


Während der Schwangerschaft darf nicht geimpft werden: MMR (Masern, Mumps, Röteln), Varicellen (Windpocken), Thyphus

  • Gelbfieber nur bei absolut notwendigen Reisen in ein Endemiegebiet
  • Bei Risikopatientinnen dürfen FSME, Pneumokokken und Meningokokken geimpft werden – bitte fragen Sie Ihren Hausarzt

Dr. Dietmar Moosburger - pränatale Diagnostik und Gynäkologie

FA für Gynäkologie
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