Perimenopause Sprechstunde
Wenn sich Körper und Psyche verändern – und Klarheit wichtiger ist als schnelle Lösungen
Viele Frauen suchen nach „Perimenopause Symptome“ oder „Wechseljahre Beschwerden“ – und finden seitenlange, teils widersprüchliche Symptomlisten.
Von Hitzewallungen über Schlafstörungen bis zu Angstzuständen, Gewichtszunahme, Herzklopfen oder Konzentrationsproblemen scheint plötzlich nahezu jedes Unwohlsein hormonell erklärbar.
Diese Fülle an Informationen schafft oft mehr Verunsicherung als Orientierung.
Die Perimenopause ist komplex. Und sie verdient eine differenzierte Betrachtung.
Was ist die Perimenopause?
Die Perimenopause ist die Übergangsphase vor der Menopause. Sie beginnt häufig Jahre vor der letzten Regelblutung – oft unbemerkt.
Typisch sind:
- verkürzte oder unregelmäßige Zyklen
- ausbleibende Ovulation
- Progesteronmangel
- stark schwankende Östrogenspiegel
Doch diese hormonellen Veränderungen wirken nicht isoliert. Sie betreffen das gesamte Regulationssystem zwischen Gehirn, Eierstock, Stoffwechsel und Stressachsen.
Warum sich so vieles gleichzeitig verändert
Östrogen und Progesteron beeinflussen:
- Schlafarchitektur
- Gefäßfunktion
- Insulinsensitivität
- Entzündungsregulation
- Stressverarbeitung
- Serotonin- und Dopaminsysteme
Wenn diese hormonelle Stabilität ins Schwanken gerät, kann sich das äußern durch:
Körperliche Beschwerden
- Schlafstörungen
- nächtliches Erwachen
- Zyklusveränderungen
- Hitzewallungen
- Herzklopfen
- Gewichtszunahme
- Migräne-Veränderung
- Gelenkbeschwerden
- Psychische Veränderungen
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit
- erhöhte Verletzlichkeit
- Angstgefühle
- depressive Verstimmung
- Konzentrationsprobleme
- „Brain Fog“
Gerade die psychischen Symptome werden häufig unterschätzt oder fehlinterpretiert.
Und doch: Nicht alles ist hormonell
So wichtig die hormonellen Veränderungen sind – nicht jede Beschwerde in dieser Lebensphase ist automatisch eine Folge der Perimenopause.
Mögliche andere Ursachen können sein:
- Schilddrüsenfunktionsstörungen
- Eisenmangel oder Vitaminmangel
- Insulinresistenz
- chronische Entzündungsprozesse
- Schlafapnoe
- langanhaltende Stressbelastung
- depressive Erkrankung
- psychosoziale Umbruchsituationen
- Lebensstil
Die Perimenopause ist häufig der Zeitpunkt, an dem bereits bestehende körperliche oder seelische Dysbalancen deutlicher spürbar werden.
Die hormonelle Umstellung wirkt dabei manchmal weniger als alleinige Ursache – sondern als Verstärker. Genau deshalb braucht diese Phase Differenzierung.
Warum eine pauschale Hormontherapie selten ausreicht
Eine einzelne Hormoncreme kann Symptome lindern – ersetzt jedoch kein komplexes Regulationssystem.
Entscheidend sind:
- individuelle Zyklusdynamik
- metabolischer Status
- Stressniveau
- Schlafqualität
- Muskelmasse
- psychische Belastbarkeit
- individuelle Risikofaktoren
Eine strukturierte Diagnostik klärt, was tatsächlich hormonell erklärbar ist – und wo andere Faktoren eine Rolle spielen.
Unsere Perimenopause Sprechstunde
In unserer spezialisierten Sprechstunde geht es nicht um schnelle Lösungen, sondern um Klarheit.
Wir analysieren:
- hormonelle Situation
- Stoffwechsel
- Schilddrüsenfunktion
- Schlafqualität
- psychische und körperliche Belastung
- kardiovaskuläre Risikofaktoren
- Die Body composition
Gemeinsam klären wir:
- Welche Beschwerden sind typisch für die Perimenopause?
- Wo liegt ein Progesteronmangel oder eine Östrogendysbalance vor?
- Welche Symptome haben andere Ursachen?
- Welche Therapie ist individuell sinnvoll?
Erst danach wird entschieden, ob eine Hormontherapie angezeigt ist – und in welcher Form.
Perimenopause ist kein Abbau
Sie ist eine Übergangsphase.
Eine Phase der Neujustierung.
Unbegleitet kann sie verunsichern.
Strukturiert begleitet kann sie Stabilität schaffen – körperlich und psychisch.
Ziel ist nicht, Symptome zu überdecken.
Ziel ist, Zusammenhänge zu verstehen und langfristige Gesundheit zu sichern.