Gestose / Präeklampsie

GESTOSE / PRÄEKLAMPSIE

Früher erkennen – gezielt vorbeugen

Gestosen – insbesondere die Präeklampsie – gehören zu den gefährlichsten Spätkomplikationen der Schwangerschaft für Mutter und Kind.


Wichtig zu wissen ist:

👉 Diese Erkrankungen entstehen nicht plötzlich, sondern haben ihre Ursache sehr früh in der Schwangerschaft.

 

Die Ursache liegt in der Plazenta

Allen Gestosen gemeinsam ist eine gestörte Entwicklung der Plazenta in den ersten Schwangerschaftswochen.

Dabei kommt es zu einer unzureichenden Umstellung der mütterlichen Gefäße, was später zu:

  • Bluthochdruck
  • Plazentainsuffizienz
  • Wachstumsstörungen des Kindes
  • und schweren mütterlichen Komplikationen
    führen kann.

 

Der entscheidende Punkt: Früherkennung

Diese Störung der Plazentaentwicklung lässt sich bereits im Ersttrimester erkennen.

Im Rahmen des Ersttrimester-Screenings (11.–14. SSW) können wir durch die Kombination aus:

  • Doppler-Ultraschall der Gebärmutterarterien
  • Blutdruckmessung
  • plazentaren Blutmarkern

jene Frauen identifizieren, die ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie oder andere Gestosen haben.

Was bringt diese frühe Diagnose?

Frauen mit erhöhtem Risiko sind keine „Problemfälle“, sondern profitieren von einem klaren Vorsprung:

  • Engmaschigere Kontrollen
  • Frühe medikamentöse Prophylaxe (z. B. niedrig dosiertes ASS)
  • Gezielte Lebensstilmaßnahmen (Bewegung, Ernährung, Stressreduktion)

👉 Dadurch kann das Auftreten einer Gestose oft verhindert oder zumindest deutlich in ein späteres Schwangerschaftsstadium verschoben werden – mit wesentlich besserer Prognose für Mutter und Kind.

Unser Fazit

Gestose sind keine unvorhersehbaren Schicksalsschläge.

In vielen Fällen sind sie die Folge einer früh gestörten Plazentaentwicklung, die man heute bereits im ersten Trimester erkennen kann.

Ersttrimester-Screening bedeutet daher nicht nur Diagnostik – sondern echte Prävention.