Gynäkologie
Vorsorgeuntersuchungen für Frauen – Früherkennung und Prävention gynäkologischer Krebserkrankungen
Die gynäkologische Vorsorge ist ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge für Frauen. Durch regelmäßige Untersuchungen lassen sich Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterschleimhautkrebs und Vulvakrebs frühzeitig erkennen oder sogar verhindern. Je früher Veränderungen entdeckt werden, desto besser sind die Heilungschancen.
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) – moderne Vorsorge rettet Leben
Gebärmutterhalskrebs entsteht in den meisten Fällen durch eine langjährige Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV). Dieser Zusammenhang wurde wissenschaftlich nachgewiesen – für diese Entdeckung wurde 2008/2009 der Nobelpreis für Medizin verliehen.
Dank dieser Erkenntnis hat sich die Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs in den letzten Jahren entscheidend verbessert.
HPV-Impfung – der wichtigste Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs
Die HPV-Impfung ist heute die wirksamste Maßnahme zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs. Wir impfen GRATIS
Sie wird empfohlen:
- für Mädchen und Buben idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr
- aber auch nach Beginn der sexuellen Aktivität sinnvoll und wirksam, daher in Österreich bis zum 30. Lebensjahr gratis
Die Impfung schützt vor den häufigsten Hochrisiko-HPV-Typen, die für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.
Krebsabstrich & HPV-Test – die beste Kombination in der Früherkennung
Ab dem 30. Lebensjahr wird eine kombinierte Vorsorge empfohlen:
Pap-Test (Krebsabstrich)
Der Pap-Test ist eine zytologische Untersuchung. Dabei werden Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und unter dem Mikroskop auf Auffälligkeiten untersucht. Er erkennt frühe Zellveränderungen und mögliche Krebsvorstufen.
HPV-Test
Der HPV-Test weist die genetische DNA der Humanen Papillomviren im Zellabstrich nach. Damit kann festgestellt werden, ob eine persistierende Hochrisiko-HPV-Infektion vorliegt – der wichtigste Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs.
Warum die Kombination so wichtig ist
Die Kombination aus Pap-Test + HPV-Test bietet die höchste Sicherheit in der Früherkennung:
- Der Pap-Test erkennt veränderte Zellen.
Der HPV-Test erkennt das ursächliche Virus.
→ Gemeinsam identifizieren sie Risikopatientinnen
Brustkrebs-Vorsorge
Die Früherkennung von Brustkrebs erfolgt durch:
- regelmäßige gynäkologische Tastuntersuchungen
- Ultraschall der Brust (je nach Alter und Risikoprofil)
- Mammographie im empfohlenen Altersbereich
Früh entdeckter Brustkrebs ist in den meisten Fällen sehr gut behandelbar.
& Gebärmutterschleimhautkrebs – worauf ist zu achten?
Für Eierstockkrebs und Gebärmutterschleimhautkrebs gibt es kein standardisiertes Screening wie beim Gebärmutterhalskrebs. Eine im Ultraschall dünne Gebärmutterschleimhaut und unauffällige Ovarien sind aber sehr !!! Beruhigend und schließen einen bösartige Erkrankung mit größter Sicherheit aus. Daher- Umso wichtiger sind:
- regelmäßige gynäkologische Kontrollen
- Ultraschalluntersuchungen als Krebsvorsorge aber natürlich bei Beschwerden oder Risikofaktoren
- Abklärung bei Symptomen wie:
- anhaltende Bauchschmerzen
- Blähungen ohne klare Ursache
- unerklärlicher Gewichtsverlust
- ungewöhnliche Blutungen
Vulvakrebs – Vorsorge durch Kontrolle und Aufmerksamkeit
Vulvakrebs ist seltener, kann aber durch regelmäßige gynäkologische Untersuchungen früh erkannt werden. Auffällige Hautveränderungen sollten stets abgeklärt werden.
Fazit – Ihre Gesundheit in guten Händen
Moderne gynäkologische Vorsorge verbindet:
- HPV-Impfung zur Prävention
- regelmäßige Krebsabstriche
- HPV-Test zur Risikoerkennung
- individuelle Brust- und Ultraschalluntersuchungen
Damit können viele gynäkologische Krebserkrankungen verhindert oder frühzeitig erkannt werden.
Gerne beraten wir Sie persönlich zu Ihrer individuellen Vorsorge
Humaner Papilloma Virus
Info: Österreichische Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs
Für die Vorsorge des Eierstockkrebses und Gebärmutterschleimhautkrebses dient die vaginale Sonografie, die bei mir routinemäßig durchgeführt wird.
gute Informationsquellen:
http://www.gruenes-kreuz.org/oe...